Tuesday, July 23, 2019

Jahresrückblick 2004

 

Hinter uns liegt ein durchaus ereignisreiches und erfolgreiches Jahr bei dem eine Veranstaltung besonders hervorzuheben ist: unser erstmals durchgeführtes Mad-Cross. Ansonsten waren die bereits traditionellen Ausfahrten an Karfreitag und Pfingsten ebenso Punkte im Vereinsterminkalender wie auch das alljährlich stattfindende Motorradtreffen oder etwa die Orientierungsfahrt oder Nikolausfeier. Zudem gab es einige mehr oder weniger spontane GH-Feste, und erstmals bekam unsere Grillhütte einen geschmückten Maibaum.

Auch die lang ersehnte Fußbodenheizung wurde in der GH installiert und funktioniert, und 2 Ausflüge hatten im eng gesteckten Terminkalender noch Platz.

Trauriger Höhepunkt des Jahres war zweifelsohne der tragische Unfall, bei dem wir am 02.10.2004 unser Vereinsmitglied Thommy verloren haben. Er hinterlässt neben seiner Silvia auch seine beiden Kinder Kevin und Nick.

Als ich die Bilder für heute Abend vorbereitet habe, ist mir aufgefallen, daß Thommy bei fast allen Veranstaltungen vom MFB dabei war und immer geholfen hat. Sein Dasein bei all den Veranstaltungen, nicht nur im Jahr 2004, wird wesentlich dazu beitragen, daß wir ihn mit Sicherheit nicht vergessen.

Ich möchte hierzu einen Beitrag aus dem Gästebuch der HP der MFB vorlesen:

Thommy läßt die Sonne strahlen:

Hallo Thomas

  Es ist jetzt Montag und ich habe vergangene Nacht wieder nicht geschlafen. Wir waren gestern den ganzen Tag bei Dir zu Hause und haben mit Kevin und Nick gespielt damit Sylvi und deine Eltern sich um deine Beerdigung kümmern können. Auf dem Spielplatz hat mir Kevin gesagt dass du jetzt im Himmel bist und die Sonne für uns strahlen läßt. 

Morgen ist deine Beerdigung und ich hoffe du meinst es gut mit uns also streng dich gefälligst an! 

Immer wenn die Sonne scheint und ich meine CBR aus der Garage hole dann werden meine Gedanken bei dir sein. 


In Liebe
Uwe und Kathleen
 

 

Das Jahr 2004 im Einzelnen:

Begonnen hat das Jahr 2004 mit der traditionellen Karfreitagsausfahrt am 09. April. Etwa 20 Motorräder trafen sich bei schönem aber kaltem Wetter beim Treffpunkt Adler in Unterböbingen. 15 Motorräder traten unter der Führung von Uwe die Fahrt zum Aktien-Klaus an, während sich der (ältere) Rest auf den Weg zum Forellen-Hermann machte. Nach einem Zwischenstopp bei der „Schlaucha-Renate“ erreichte die Größere Gruppe ihr Ziel auf dem Stock, wo außer der Kneipe noch eine Kapelle steht und sonst nur Wald zu sein scheint.

Der Name Aktien-Klaus kommt eigentlich daher, das das Bier, welches er verkauft den Namen ‚Aktienbräu’ trägt. So konnten dann bis auf wenige, die am Abend noch den Heimweg antraten, auch behaupten, ihr Geld in Aktien angelegt zu haben. Daß dieses Geschäft nicht sehr lukrativ war, bemerkten die meisten jedoch erst am nächsten Morgen, als von den aufm Etikett versprochenen 4,5% nur noch wenige Promille übrig waren. Doch ein zünftig bayrisches Weißwurstfrühstück entschädigte uns und gestärkt trat man bei Eiseskälte wieder die Heimreise an.

Daß die Gruppe beim Forellen-Hermann auch ihren Spaß hatten, zeigten mir zugesandte Bilder, welche zu später Stunde aufgenommen wurden und wir nachher noch sehen können. 

Eine Woche später wurde ebenfalls bei schönstem Wetter die Grillhütte auf Vordermann gebracht und so auf die bevorstehende Saison vorbereitet. Sowohl die Feuerstelle und die Kieswege, als auch die Spielgeräte wurden wieder sommertauglich gemacht.

„Was lange währt, wird endlich gut“ oder „die altersgerechte Gestaltung der Grillhütte“ könnte man zu unserer nächsten Aktion sagen. Denn die lang ersehnte und geplante Fußbodenheizung wurde in der Zeit vom 19.-29.04.2004 in der Grillhütte installiert. Mittels eines im Kamin angebrachten Heizkörpers, einer kleinen Umwälzpumpe, unzähligen Metern Wasserschlauch und etwas Beton soll nun keiner mehr kalte Füße bekommen. Unter den Helfern sind 2 Namen besonders hervorzuheben: Timo Zimmermann für Ideen und Planung und Raffke, der sehr viel Zeit mitbrachte.

So wie mir ging es wahrscheinlich vielen in diesen Tagen. Keiner glaubte uns das mit der Heizung. Erst als die Aktion auf unserer HP in Wort und Bild veröffentlicht wurde, sagte keiner mehr was. Mit etwas Vorlaufzeit funktioniert diese Heizung gut und Grillhüttenfeste im Winter sind von nun an kein Thema mehr.

Unsere Orientierungsfahrt am 01.Mai 2005 stand zunächst unter keinem guten Stern, denn während der vorgegebenen Startzeit von 09:00-12:00 Uhr regnete es in Strömen, das schlechteste Wetter seit bestehen der Orientierungsfahrt. Schade eigentlich, wenn man bedenkt, daß es einen Tag davor schön war und am Tag danach ebenfalls. Dies hielt aber insgesamt 22 Teams (2 mehr als im Jahr zuvor) nicht davon ab, den Start an der Römerhalle aufzusuchen, wo Frieder sein Pavillon aufgebaut hatte und die Teilnehmer mit dem ersten Teil des Roadbooks ins Ungewisse schickte. Bemerkenswert, daß bei dieser Witterung dennoch 2 Motorräder auf Tour gingen. Letztendlich kamen nach Bewältigung vieler mehr oder weniger schwieriger Aufgaben (ferngesteuertes Auto, Fahrradfahren, Baggerfahren…) alle ins Ziel und bei der Siegerehrung kam Jürgen Nagel als Sieger hervor und konnte 75€ Siegergeld in Empfang nehmen. 

Da das Wetter am Nachmittag besser wurde, stieg auch die Stimmung, nicht nur bei uns, sondern auch bei jener Person, die den schwarzen Geländewagen in den Straßengraben steuerte und so für nachmittägliche Unterhaltung der Extraklasse sorgte. Seine Kinder auf dem Rücksitz sahen das anders. Das Fest am Abend war grillhüttentypisch super, begleitet von viel Bier, Musik und Gegrilltem. Ein Dank geht hier an all diejenigen, die diese Veranstaltung durch Kuchenspenden unterstützt haben.

Beinahe einen ähnlich schlechten Start hatten einige bei der Pfingstausfahrt an den Idrosee. Geplagt von Spritproblemen, Plattfuß, gesperrten Straßen wegen der Giro, Dellen im Tank, einer gebrochenen Schwinge und ein mit Schranken gesperrter und ungereinigter Paß Croce Domini erreichten wir das Ziel nur unter Mühen. Wenigstens hatte der Wettergott ein Einsehen und der Regenkombi blieb ungenutzt. Aber alle kamen körperlich heil an und wurden 2 Tage lang von gutem italienischem Wein, Erdinger Weißbier, Pizza und der Sonne verwöhnt. Die Heimreise wurde am Montag angetreten und auch hier kamen alle heil an, nur ein bisschen naß wurde es durch Österreich hindurch.

Nachdem in der Nacht zum 1. Mai ein Maibaum an der Grillhütte aufgestellt wurde, verlangte dies nach einem zünftigen Abbaufest, welches am 05. Juni in der Grillhütte gefeiert wurde.

Am 29. Juni begann der Aufbau für das bereits zum 15. mal stattfindende Motorradtreffen am 02.-04. Juli, welches 2004 nun zum 3. mal bei der Mischanlage stattfand. Der Aufbau hat eigentlich ganz gut funktioniert, hätten wir nicht am Freitag Nachmittag einen geliehenen Kipper ruiniert, als wir Brennholz abladen wollten. Der Kipper wurde nach dem Motorradtreffen in Eigenregie wieder repariert und ist laut Bachbauer „besser wie vorher“. Der Freitagabend ließ von den Besucherzahlen her sehr zu wünschen übrig. Da half auch unsere Brücke nicht, die wir über die Rems bauten und so Parkplatz mit Festplatz direkt verbunden haben. Vielmehr war es wohl der Regen am Freitagmittag, durch den es abends dann abkühlte. Zudem war in Bartholomä ein großes Festzelt mit einer Coyote-Ugly-Party, was wir zusätzlich zu spüren bekamen. Umso besser war der Samstag. Vom Wetter her super, viele Besucher und eine klasse Band, die das Publikum fest im Griff hatte und für eine super Stimmung sorgte. Grund genug, diese Band fürs Jahr 2005 gleich wieder zu engagieren. Einige in Rauch aufgelöste Hinterreifen taten ihr übriges zur Stimmung auf dem Fest.

Ales in allem war es ein gutes, wenn auch finanziell schwaches Fest ohne jegliche Beschwerden oder Polizeipräsenz.

Nur 4 Wochen später, am 7./8. Aug., folgte das nächste Event, welches in der Größe das Motorradtreffen unerwartet in den Schatten stellte, das erstmals ausgetragene Mad-Cross!

130 teilnehmende Fahrer jeglichen Alters und hunderte Zuschauer an beiden Tagen verlangten alles von unseren Mitgliedern ab. Das heiße Wetter tat sein übriges und den meisten Umsatz machten wir zweifelsohne mit dem Verkauf von Wasser. Barthle kam kaum mehr nach mit dem Herkarren. Auch das Essen war dank uns in den umliegenden Metzgereien ausverkauft. Keiner hatte mit einem solchen Ansturm und Erfolg gerechnet, weshalb wir auf vieles nicht gefasst waren. Umso mehr war es dem organisatorischen Engagement aller Beteiligten MFB`ler zu verdanken, daß diese Veranstaltung derart gut lief, daß uns allerseits ein großes Lob ausgesprochen wurde und vom Erlös 2 Ausflüge finanziert werden konnten. Auch die lokale Presse (bis HDH) berichtete untermalt mit Farbbildern von den Läufen der verschiedenen Klassen.

Besonderen Anklang beim Publikum fanden sowohl die Kids, von denen jeder einen Pokal mit nach Hause nehmen durfte, als auch die Kollegen mit Ihren Hillclimbern, mit denen Sie zuvor u.a. in Rachau beim berühmtem Hillclimbing angetreten waren. Sie füllten die Pausen der Veranstaltung und ernteten viel Applaus vom Publikum. Selbstverständlich werden wir diese Veranstaltung wiederholen und erste Anfragen von Fahrern liegen jetzt bereits vor. Nur können wir diesmal die Sache etwas besser vorbereitet angehen, da wir in etwa abschätzen können, was uns erwartet. Ich hoffe, daß sich wie auch letztes Jahr viele Vereinsmitglieder bereit erklären hier zu helfen, besonders im Essen/Trinkenverkauf oder als Streckenposten.

Nach all den Veranstaltungen und dem Streß hatten wir uns einen Ausflug auf die Rennstrecke nach Brünn zum GP redlich  verdient. Dieser fand vom 20.-22. August statt. Nachdem uns Omnibus Rühle Freitagnacht an der Römerhalle abholte und uns am Samstagmorgen in Brünn aussetzte, galt es einen geeigneten Platz für unser Pavillon zu finden. Nach gewohnter Manier luden wir hierzu erstmal die Anlage aus und machten einen gepflegten Soundcheck zum Frühschoppen. Dieser bescherte uns nach kurzer Zeit eine ausreichend große Fläche, um unsere Zelte aufzuschlagen. Am Samstagnachmittag stand das Training auf dem Programm, welches bei leichtem Regen ausgetragen wurde. Der Sound der Moto-GP-Motorräder ließ uns aber locker darüber hinwegsehen. Abends auf´m Campingplatz war dann Party angesagt und mit kaum Schlaf schauten wir bei gutem Wetter am Sonntag die Rennen an.

Nachdem alles zusammengepackt war wollten wir die Heimreise antreten, jedoch brachte ein gewaltiger Stau auf den Abfahrtsstraßen unseren Zeitplan derart durcheinander, so dass wir erst gegen 02:00 Uhr in der Nacht in Böbingen ankamen.

Eine Woche später stand die Wanderung auf´s Himmelreich auf dem Programm. Von der Teilnehmerzahl her stellte dieser Ausflug den Brünn-Ausflug weit in den Schatten. Inklusive Kids machten sich 70 Personen auf den Weg, wovon etwa 25 Personen vor Ort übernachteten.

Einen weiteren Schritt in punkto Öffentlichkeitsarbeit taten wir, als wir am 04. September am Böbinger Ferienprogramm teilnahmen. Gemeinsam mit 8 Kids versammelten wir uns an der Grillhütte und erklärten ein paar Sachen rund ums Motorrad. Aber eigentlich konnten es die Kids kaum erwarten, endlich auf Tour zu gehen. Diese folgte dann und nach Zwischenstopp im Ställe hatten wir bei Wiederankunft in der Grillhütte etwa 70km zurückgelegt. Die meist gehörte Frage der Kids war: „wie schnell waren wir…“? Besonders toll fanden die Kids das Eigenbau-Dreirad von Thomas. Zum Abschluß wurde noch gegrillt und ein Gruppenfoto gemacht, welches in der darauf folgenden Woche in der lokalen Presse erschien.

Nach dieser aufreibenden Saison verdienten wir uns am 25.09.2004 ein Saisonabschlussfest in der Grillhütte. Man braucht hier eigentlich nicht viel dazu sagen, da diese Feste immer nach gleichem Schema ablaufen: Aufbauen, Bier, Musik, noch mehr Bier, noch lautere Musik, Abbauen!

Als letztes Fest des Kalenderjahres steht schon seit langem die Nikolausfeier auf dem Programm, welche am 04. Dezember stattfand. Wie fleißig in den vergangenen Jahren in den Schlafzimmern gearbeitet wurde sah man spätestens, als die Grillhütte an diesem Tag bis unters Dach mit Kindern gefüllt war. Tobi übernahm die Rolle des Nikolaus und wirkte sehr überzeugend, was an den Gesichtern der Kinder deutlich zu sehen war. Nachdem Gedichte vorgetragen und Lieder gesungen wurden, bekam jedes der Kids noch ein kleines Geschenk vom Nikolaus überreicht.

Am Abend gabs dann die Bescherung für die „Großen“, die sich nach o.g. Schema mit Getränken, Gegrilltem und Musik zufrieden gaben.

Seit 2 Jahren versuchen wir, in der Grillhütte ein Winterfest mit Schneebar auszutragen, doch der Wettergott meinte es auch dieses Jahr nicht gut mit uns. Dennoch kamen Gäste vom AMC, den Bären oder MC Bartholomä.Die Schneebar gabs dann 4 Wochen später bei Torstens 30er, als bei extrem winterlichen Verhältnissen eine riesen Schneebar errichtet wurde. Nur schade, dass ausgerechnet beim kältesten Fest des Jahres die Fußbodenheizung ihren Dienst quittierte. Dies tat der Stimmung aber keinen Abbruch.

Das Vereinsjahr endete wie es begonnen hatte, mit der Auftaktausfahrt am Karfreitag. Wieder trafen sich etwa 20 Motorräder bei leichtem Regen beim Adler, wobei etwa 15 in Richtung Allgäu aufbrachen und der Rest sich auf den Weg zum Forellen-Hermann machte. Witterungsbedingt musste diese Gruppe jedoch in SHA einen Zwischenstopp einlegen und schaffte es dann nicht mehr zum Hermann.

Anders in Richtung Allgäu, wo das Wetter immer besser wurde. Nach dem Begrüßungsschnaps begann man dann wieder sein Geld sowohl in Gyros als auch in Aktien anzulegen….aber diese Geschichte kennen wir ja schon. 

Soviel zu meinem Jahresrückblick, bleibt mir nur noch zu hoffen, dass das Wetter immer mitspielt bei unseren Veranstaltungen und dass Ausfahrten schrottfrei verlaufen.

Zum Abschluß möchte ich mich noch beim gesamten Ausschuß für die gute Zusammenarbeit danken.

 

 

 

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