Donnerstag, 23. Mai 2019

Jahresrückblick 2012

 

Auftaktausfahrt 

Das Vereinsjahr 2012 begann traditionell mit der Auftaktausfahrt am Karfreitag. Trotz widrigem und sehr kaltem Wetter fanden sich 14 Moppeds am Treffpunkt Adler ein, um gen Blonhofen ins Allgäu aufzubrechen (Kevin mit Eva, Franz, Paolo, Senna, Joschi, Uwe, Bruno, Hetti, Bembe, Kalle, Harald, Heike, Golde, ich). Die Fahrt war teilweise neblig, blieb jedoch ohne Regen, im Allgäu war es sogar etwas milder als in Böbingen. Den Ankunftsschnaps haben sich alle verdient, wohl wissend, dass dies nicht der letzte sein wird. Gartenwirtschaft war kältebedingt gestrichen, wir sind gleich reingesessen. Ein kurzer Blick unter die Eckbank, wo der weiße 10l-Plastikkübel mit bekanntem/brisantem Inhalt stand, und wir waren endgültig angekommen. Nach reichlich karfreitagsuntypischem Essen weit weg von Mutters Augen fuhren 5 zurück nach Hause. Die restlichen 10 packte Max kurzerhand in seinen VW-Bus und fuhr mit uns über Feld und Flur nach Kaltental (Nachbarort) in die dortige Brauerei. Nachdem der Bus direkt vor dem Fahrradständer parkierte, tranken wir hier das ein oder andere Bier. Danach brachen wir wieder in Richtung Blonhofen auf. Der Schlüssel im VW-Bus steckte während dem Brauereibesuch, nicht unüblich in dieser Gegend, in der vermutlich auch die Haustüren noch nicht abgeschlossen werden. Anders in dem Wohngebiet, welches wir anschließend auf der Heimfahrt durchquerten. Da in einem der Häuser noch Licht brannte und das Haus zufällig dem Bruder von Max gehörte, hielten wir kurz an. Auf der etwa 1km langen Fahrt nach Blonhofen wollten wir nach einem Bier für unterwegs betteln. Schließlich hatten wir Durst und die Hälfte der Strecke lag noch vor uns. Und der Bruder von Max hat anscheinend Bier im Keller. Also standen bei Nacht etwa 10 angetrunkene Fremdlinge vor der verschlossenen Türe. Nur der Schlüssel am Briefkasten steckte. Es war aber nix drin. Zumindest nicht, als wir kamen. Max goß währenddessen die Blumen. Joschi –der Mutige- klingelte und siehe da, uns wurde aufgetan. Der Bruder war leider nicht zu Hause, die Schwägerin von Max ließ uns zu unser aller Enttäuschung nicht ins Haus. Nachdem Max mit den Markierungsarbeiten fertig war, kämpfte auch er sich bis zur Haustüre vor, um die zunehmends verworrene Situation aufzuklären.

Ohne Bier fuhren wir vollends zurück. Bei der Heimfahrt sagte Max, das sei übrigens seine „Lieblingsschwägerin“. Völlig dehydriert kamen wir schließlich an. In Max’ Gasthaus herrschte mittlerweile genehmigte Selbstbedienung und wir tranken hier noch das ein oder andere. Als zu Mitternacht der Durst langsam in Hunger überging, vernichteten wir eine Vesperplatte gigantischen Ausmaßes. Auf vielfachen Wunsch mit extra Zwiebel. Zu später Stunde gesellten sich noch ein paar Einheimische zu uns an den Tisch, so eine Art bayerische Aboriginies. Bei der Unterhaltung fehlte jedoch denen und uns der dazugehörige Untertitel. Natürlich dialektbedingt! Es blieb somit beim Trinken, Wurst und Zwiebel machen schließlich durstig. Ein scheiß Teufelskreis.

Nach üblich langer Suche in dem großen Haus mit mehreren Treppenaufgängen fand schließlich jeder irgendein Bett, ganz unabhängig davon, wo man sich unmittelbar nach Ankunft am Mittag einnistete. Der nächste Tag brachte wettertechnisch nix Neues. Trotzdem fuhren wir nach gutem Frühstück heim. Autobahn lässt grüssen. 

Orientierungsfahrt 

„Der Abwärtstrend hält an“ könnte man zur Orientierungsfahrt 2012 sagen. Mit gestarteten 10 Teams war die Orientierungsfahrt so schlecht wie nie. Startgebühren in Höhe von 90.- standen Preise im Wert von 180.- gegenüber. Was an dieser Stelle bisher mind. kostendeckend kalkuliert war, begann diesmal mit einem Minus. Das Wetter bis zur Mittagszeit war bescheiden, wer um 12:00 Uhr gestartet ist, blieb jedoch trocken. Eine Regenpause bis etwa 16:00 Uhr machte das Ganze in der Grillhütte erträglicher. Auf Station waren Katte/Kevin (Quiz mit Fahrschulbögen), Kai/Thomas Utz (Schubkarrenfahren) und Kalle/Rommel (Geldstück im Wasserglas). Zum Abschluß an der Grillhütte mussten sich die Teilnehmer noch einem Diktat unterziehen.

Als Sieger der Orientierungsfahrt 2012 gingen widerum Klaus+Leonie Riek hervor. Bereits im Vorjahr waren sie es, die den Pokal mit nach Hause nehmen durften und schrieben somit als erfolgreiche Titelverteidiger Geschichte. Klaus’ Ankündigungen im Vorfeld, sie würden den Pokal eh wieder gewinnen, haben sich somit bewahrheitet. Hierzu ein Zitat aus meinem Bericht von vergangenem Jahr:

 

Gwonna hot a Team mitam Motorrädle,

des war nemlich dr Kiafner mit seim Mädle.

Dean Pokal dia er gar nemme brenga,

er dia 2012 sowieso wieder gwenna.

 

Im Pokal lag morgens tatsächlich ein Zettel drin mit der Aufschrift „Reserviert für „the Brain“, so der Teamname der beiden. Die Plätze 2 und 3 gingen an…, die Flasche Jacky durfte… mit nach Hause nehmen.

Warum die Teilnehmer weniger werden, kann man nicht sagen.

Klar, es war zur Startzeit von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr kalt und regnerisch, was bisher aber nie ein Problem darstellte. Statt mit dem Motorrad fuhr man einfach mit dem Auto, und oft konnte man an solch einem verregneten Tag eh nix anderes machen.

Fest steht: der hier betriebene Aufwand steht in keinem Verhältnis mehr zum Erfolg bzw. Zuspruch der Veranstaltung. So werden von manchen Organisatoren bis zu 5 Sonntage für die Organisation und Durchführung geopfert. Vielleicht sind es ja auch die steigenden Spritpreise und der gestiegene Sinn für Umwelt und Nachhaltigkeit? Schließlich kamen durch diese Art des Spazierenfahrens gesamtheitlich gerechnet (gerechnet mit 20 Fahrten, bei durchschnittlich 90km und 20 Fahrzeugen) knapp 40.000km zusammen, was immerhin einer Erdumrundung am Äquator entspricht. Verfahren nicht mit eingerechnet.

Um hier nicht weiter zu analysieren und dem ganzen keinen negativen Touch zu verpassen, muß man ganz klar sagen, dass über 20 Jahre hinweg das geniale Konzept ‚O-Fahrt’ sehr gut angekommen ist und allen Teilnehmern und Helfern auf den Stationen unterwegs immer sehr viel Spaß gemacht hat. Mit Spannung wurde an der Grillhütte auch immer beobachtet, in welchem Zustand die Jungs von den einzelnen Stationen zurückkehrten. Bekanntlich wurde auf den Stationen die andauernde Wartezeit zwischen den Teilnehmern durch Biergenuß überbrückt. Legendäre Stationen gabs, über die man heute noch spricht, wie z.B. Marcs Geschicklichkeitsparcour in einem durchaus sinkbaren Boot auf einem abgelegenen, baywatchlosen See. Oder die sonst so herrlich stille Waldlichtung, in der plötzlich ein Flipperautomat, begleitet von extrem lauter Heavy Metal-Musik, einiges an Geschicklichkeit abverlangte. Oder wer kennt sie nicht? Bembes legendäre Stationen. Wer bis dahin dachte, er sei Aufgeklärt, musste eingestehen, dass es hier einige Lücken gab, die dank Bembe jedoch geschlossen werden konnten.

Spektakulär und nix für schwindelfreie auch das Kistenstapeln an der Grillhütte mit Martins Manitou und Klettergurten und Seilen. Schätzen, Wissen, Blumen- und Gewürzeraten. Präzisionsholzsägen, Musik die rückwärts läuft und Reifenwechseln. Mokickfahren, Fahrradfahren, Schubkarrenfahren, alles mit und ohne verbundenen Augen und vieles, vieles mehr war Ende voriges und hiesiges Jahrtausend geboten.

Idrosee 

Bei der traditionellen Fahrt an den Idrosee setzte sich der Teilnehmertrend fort. Nur X Personen machten sich noch auf den Weg in ein verlängertes Motorradwochenende gen Süden. Glaubt man mündlichen Überlieferungen, hatten diese trotzdem ihren Spaß.

Motorradtreffen 

Eine Art „altersgerechte Anpassung“ erfuhr unser Motorradtreffen 2012. Schließlich ist unser Durchschnittsalter in den vergangenen 15 Jahren um etwa 14 Jahre gestiegen. Nur noch 1 Tag und somit 1 durchzechte Nacht weniger soll das Fest dauern. Das ganze entspannte sich für uns sehr, der urlaubspflichtige Aufbaufreitag entfiel. Hier reichte nach Aufbau am Donnerstag der Nachmittag/Abend. Auch den ganzen Samstag hatte man nun Zeit für letzte Vorbereitungen. Die Bierprobe verschob sich auf den Freitag und wurde wieder reger in Anspruch genommen, als die Jahre zuvor. Zudem wurde der Bauwagen durch Timos Bus ersetzt und Lagerfeuer durch Baumfackeln. Das mit dem Bauwagen war immer nicht so einfach, zuletzt hatten wir ihn mit Bulldog in Göggingen geholt, ausgeräumt und geputzt. 1 Mann, halber Tag Arbeit. Ähnlich beim Feuer: Tagelanges organisieren und herankarren von Holz, Feuerstelle ausheben, Feuerstelle wieder ausräumen, mit Magneten die Wiese von abertausenden Nägeln befreien, die Grube wieder schließen und den Müll auf dem Ellert entsorgen waren bisher kapaverschlingende Handarbeit, zu denen uns allmählich die Hände ausgehen. Nicht, dass es uns am Wasserhäusle nicht mehr gefiel, aber dennoch mussten wir auf Wunsch des Pächters 2012 auf ein neues Grundstück ausweichen. Der Vorteil an dieser Sache war jedoch, dass es ein benachbartes Grundstück war und sich die Anfahrt nicht grundlegend änderte. Lediglich 200m weiter hinten, am Ende des Weges, erschloß sich uns eine wunderbare Blumenwiese, genau richtig für unsere Belange. Ein großes Schild beim alten Platz am Wasserhäusle mit der Aufschrift „Fest 200m“ kündete von dem neuen Platz und dirigierte die Gäste. In der Vergangenheit haben wir auf diese Weise immer wieder mal auf derartige Veränderungen aufmerksam gemacht, wie z.B. „Fest entfällt“ oder legendär „Fest an Kläranlage“. Letztlich schien die neue Lage jedoch niemand zu stören und das Fest war rege besucht. Einziges Problem am neuen Platz war die fehlende Wasserversorgung. Da die Lebensmittelechtheit von Feuerwehrschläuchen nicht mehr gegeben ist, musste eine andere Lösung her. Mittels eines neu angeschafften 1000l-Tanks und einem Hauswasserwerk konnten wir das Fest mit fließend Wasser versorgen. Nach Regenfällen in der Nacht zum Samstag weichten Wiese und Weg auf, was jedoch durch gutes Wetter am Samstag wieder abtrocknete. Doch bevor die Gäste kamen, verwandelte ein erneuter einstündiger heftiger Regenschauer den Zufahrtsweg und die Parkplatzeinfahrt in ein Schlammloch. Nachdem der erste Moppedfahrer auf der Schnauze lag, organisierte Katte kurz einen Hänger Rindenmulch. Dieser und der extrem starke Südostwind, welcher den ganzen Abend und Nacht herrschte, trockneten die Piste rasch ab.Vorteil des Windes: er war sehr warm und die Temperatur lag die ganze Nacht über bei 18°. Er riß jedoch heftigst am Zelt und ein Lagerfeuer wäre ohnehin undenkbar gewesen.

Loud hieß die Band am Abend, war zum 3. mal Gast und spielte super bis 02:30Uhr.

Gegen 01:00 Uhr nachts dann die Katastrophe: Ersten Befürchtungen „Jacky wird knapp“ folgte unmittelbar darauf die im wahrsten Sinne des Wortes ernüchternde Diagnose „Jacky ist aus“. Da um diese Uhrzeit Barthles Festservice schon schlief, machten sich Senna und ich auf den Weg runter ins Dorf auf die Suche nach privaten Restbeständen. Zum Glück trafen wir unten im Ort Gägge, welcher dann gemeinsam mit 3 weiteren Anlaufstellen die Versorgung an der Bar mit 6 Flaschen Jacky sicherstellen konnte. Die Bar lief deutlich besser als im Vorjahr.

Die Musik war wegen des Windes aus südöstlicher Richtung in Böbingen sehr gut hörbar („…die Stimme des Sängers war echt super…“ so Stimmen aus dem Dorf). Solche Wetterkonstellationen sind eher schlecht fürs Geschäft, da man nicht mehr zwingend aufs Treffen muß, um was vom Fest zu haben… Hier tut’s zur Not auch ein Weizenbier zu Hause auf der Terrasse.

Das Fest ging ohne Probleme vorüber, mit der Besucherzahl konnte man zufrieden sein, in Anbetracht der ganzen Veranstaltungen im Näheren Umfeld. Auffällig war, dass die Gäste relativ lang da waren.

Abbau war um 10:00 Uhr fertig (!). So früh wie noch nie. Da standen wir nun im Reifenräumle mit unserem Luxusproblem der besonderen Art und diskutierten über unseren Abschluß. Gegen 10:30 saßen wir dann dennoch in Schärd, um 11:45 Uhr waren wir fertig gegessen zu Hause.

Der Zeltabbau fand am trockenen Montag statt. 

Kurze Verwirrung am Dienstag: Sanita meldet den Verlust von 1 der 2 Toiletten. Vermutlich gestohlen, ich solle zur Polizei gehen und Anzeige erstatten. Wert 800-1000 Euro, zu tragen von unserer Versicherung, die wir nicht haben. Ich ging Gott sei dank noch nicht zur Polizei, ein paar Stunden später rief Sanita zurück, alles wäre OK, sie haben sich quasi vertan (verzählt). Es sind doch beide Toiletten aufgetaucht, nur die Haltestange fürs Toilettenpapier fehlte. 

MAD Cross 

Wie gewohnt und mit etwas mehr Aufwand fand 4 Wochen später unser MC statt.Ebenfalls wie bereits gewohnt fand dies zwischen Böbingen und Beiswang statt.Noch nie investierten wir mehr Aufwand in Streckenbau und Veranstaltungsgelände.

So gabs die wohl längste Strecke die wir je hatten, ausgestattet unter Regie von Andreas Sperrle und maschinellem Zutun von Matze Utz mit allem, was das Herz der Crosser höher schlagen lässt. Der Zuschauerbereich wurde durch eine Tribüne, aufgebaut aus Gerüstteilen, ausgestattet. Zudem standen 1 LKW-Anhänger der Fa. Apprich und 2 LKW’s der Fa. Josef Maier als weitere Tribünen bereit. Für den Aufstieg dorthin haben wir aus Paletten Treppen gebaut und sogar mit einem Handlauf versehen. Zur Auswertung der Läufe wurde erstmals unsere elektronische Zeitnahmeanlage aufgebaut. Unser Zelt stand in voller Größe und der Essensstand der SKB war ebenfalls unerlässlich. Ausreichend Parkplätze direkt am Veranstaltungsgelände und eine große Wiese fürs Fahrerlager rundeten schließlich etwa 7ha Mad-Cross-Gelände ab. 

Auch verkehrstechnisch hatten wir keinerlei Probleme. Hier kam uns zum Einen das trockene Wetter zugute, weshalb die Zuschauer die vorhandene Parkfläche auch wirklich nutzten. Zum Anderen wurde der gesamte Fahrerlagerverkehr bereits zwischen Unterböbingen und dem Windhof ins Fahrerlager abgezweigt. Somit entfiel der ständige Begegnungsverkehr von Zuschauern, Helfern und Wohnwagengespannen direkt vor dem Veranstaltungsgelände.

Nach extrem zähem Aufbau begann bei bestem Wetter die Veranstaltung am Samstag. Leider kamen an diesem Tag nur wenige Besucher aufs Gelände. Evt. war hier das Wetter viel zu gut und zudem war in Gerstetten eine größere Konkurrenzveranstaltung. Extrem seltener Nordostwind sorgte dafür, dass der von den Fahrern aufgewirbelte Staub direkt in den Zuschauer- und Verkaufsbereich geblasen wurde. Hoffentlich dreht der Wind am Sonntag, denn hier erwarten wir wieder sehr viele Zuschauer. Diese kamen am Sonntag genauso, wie auch glücklicherweise der Wind von Ost auf unsere Wunschrichtung West drehte. Dennoch war die Staubentwicklung weithin sichtbar, z.B. beim Überfahren der Schönhardter Kuppe hatte man kein Problem mehr, das Mad-Cross zu finden.

Die Zuschauer verteilten sich auf dem großen Gelände, hauptsächlich jedoch auf den permanent gefüllten Tribünen und im schattenspendenden Zelt. Der Sonntag schien den verkaufstechnisch eher verhaltenen Samstag wieder gutzumachen. Barthle musste 2-3mal für Getränkenachschub sorgen und bis auf ein paar Pommes war das Essen zum Veranstaltungsende ausverkauft. Alle Erwartungen wurden wieder erfüllt. Bis auf die Johanniter-Panne Sonntagfrüh lief die Veranstaltung super. Die neue elektronische Auswertung tat ihren Dienst und lieferte für die Fahrer sehr interessante Zusatzinfos wie „schnellste Runde“ oder „Rundenzeiten“. Insgesamt schien es, als waren Zuschauer, Fahrer und auch wir selber sehr zufrieden mit dem 9. Mad-Cross. Der größte Teil der Aufräumarbeiten inkl. dem Abbau des Zelts konnte am Sonntagabend geleistet werden, den Rest erledigten wir bei Regen am Montag und bei wieder besserem Wetter am Dienstag. Hauptsächlich war hier Matze am Werk, um die ganzen Dreckhügel zu beseitigen und einige wenige, welche den restlichen Müll vom Acker sammelten. Hierunter auch eine Plastiktüte mit verschlissenen Moto-Cross-Utensilien, eingebettet in eine cremig braune Hinterlassenschaft eines Teilnehmers. Die Sanitas wurden schlichtweg vergessen abzuholen, weshalb die bis obenhin gefüllten Kabinen 1,5 Wochen bei brütender Hitze auf dem Acker standen.

Jahreswanderung 

Mit 58 Personen sehr Teilnehmerstark fand am 06. Oktober die Wanderung auf’s Kolpinghaus statt. Um 15:00 Uhr setzte sich die Gruppe vom Custiner Platz aus in Bewegung. Durch die grüne Lunge Böbingens, parallel zum historischen Bahndamm entlang der L1162, Abzweig bei km 1, vorbei an den herrlich gelegenen Seerwiesen und über die Brücke ans andere Ufer des mäandrierenden Klotzbachs. Vorbei am alten Steinbruch und entlang der frisch umgebrochenen Bubenäcker hatten wir die Grillhütte bereits im Blick. Vorbei an dieser erreichten wir nach einiger Zeit die nördliche Pforte des Bruckholz’. Dies durchquerten wir bis hin zum AGV-Bänkle, wo nach soviel schöner Natur die Kehlen nach Flüssigkeit lechtzten. Diesen wurde durch versteckte Bierkisten im Untergehölz genüge getan. Frisch gestärkt gings weiter über Buch, Birkhof und Schlössle zum Kolpinghaus. Hier wurden wir ausgezeichnet bewirtet vom Hüttenteam, u.A. mit Schnitzel und Braten. Um 23:00 Uhr holte uns am Feuersee wieder der Omnibus ab und brachte uns nach Böbingen zurück.

Grillhütte 

Ebenfalls im Oktober bei bester Witterung nahmen wir eine etwas größere Aktion an der Grillhütte in Angriff. Da sich das Gelände im Laufe der Jahre stark gesetzt hatte und es kaum mehr möglich war, 1 Garnitur Schrannen aufzustellen, hatten wir nach dem Mad-Cross etwa 15m³ Sprunghügeldreck abgezweigt und zunächst zwischengelagert. Diesen haben wir an nur 1 Samstagvormittag mit Hilfe von Moisches Radlader und einigen Schaufeln und Rechen  auf dem Gelände verteilt. Nach mehrmaligem Durchfräsen wurde noch eingesät, gedüngt und gewalzt. Kleinere Korrekturarbeiten werden im Frühjahr vollends gemacht, hierfür haben wir die Vermietung bis Ende April eingestellt.

Sylvester 

Bereits Ende 2011 kamen erste Vorschläge, Silvester 2012 wieder im Stile vergangener Tage in der SGV-Halle zu feiern. Bei einer ersten Interessenumfrage im Herbst hatten sich dann spontan 65 Personen eingetragen. Dies sollte genügen, um Nägel mit Köpfen zu machen, und uns zu der Entscheidung durchzuringen, ein MFB-Silvester für Mitglieder und Helfer zu organisieren. Bei einem Vortreffen haben wir Details besprochen und der Party am 31.12.2012 stand nix mehr im Wege. Zu Essen gab es die von Luli beim Vereineschießen gewonnene und gespendete Spansau, Schnitzel für die Kinder, Spätzle und Soße. Viele Frauen stellten ein Salatbuffet zusammen, das sich sehen lassen konnte. Auch Nachspeisen wurden selbst hergestellt. Mein großer Dank an all diejenigen, die hier tätig waren und die Speisen gespendet haben. Es hat einfach alles super geschmeckt!

Nach Anmeldeschluß hatten sich mehr als 120 Mitglieder angemeldet. Mehr, als jeder von uns je dachte. So war die Halle am Abend sehr gut gefüllt, zur Essenszeit waren alle Sitzplätze belegt. Unter die 120 Gäste mischten sich knapp 40 Kinder, um die man sich an dem Abend keine Sorgen machen musste. Eher die Nachbarn, die bemängelten, dass zur frühen Abendstunde immer wieder Knaller in den Vorgärten explodierten. Oder das ein oder andere Elternteil, deren Kinder in eine benachbarte Soichgrube einbrachen.

Als Programmpunkt gab es eine Präsentation mit Bildern aus über 20 Jahren MFB. Für viel Gelächter sorgte hier immer wieder die Mode und Frisuren aus den 80ern und 90ern. Dank an diejenigen, die mir Bilder zur Verfügung gestellt haben, insbesondere Sonja für die ältesten Bilder und an Paolo, der die vielen Papierbilder digitalisiert hat.

Um 00:00 Uhr wurde es dann seit Silvester 1998/1999 wieder mal richtig laut vor der SGV-Halle. Ich hatte den Eindruck, es wurde sehr viel geschossen. Dieser Eindruck bestätigte sich, nachdem sich gegen 00:45 Uhr die letzten Schwarzpulvernebelreste verzogen hatten und die Straßenlampen langsam wieder die Straße ausleuchteten. Diese war nämlich mit einer geschlossenen Decke aus Knallerresten und Batterien bedeckt. Da kein Regen dieser Welt diese Mengen „natürlich“ hätte beseitigen können, und der Schneepflug heute Nacht nicht mehr kommt, entschlossen wir uns, gleich nachts noch die Straße zu kehren.

Danach wurde in der Halle heftig weitergefeiert, gegen 04:00 Uhr war immer noch eine stattliche Anzahl an Gästen da. Um 06:00 Uhr wurde die Halle dann abgeschlossen. Der Abbau am nächsten Morgen hat trotz der Dauer der Feier sehr gut geklappt. Mehr als 10 Leute waren gekommen um zu helfen. Um 12:30 waren wir mit allem fertig. Aus heutiger Sicht eine Veranstaltung, die sich lohnt zu wiederholen. 

 

Dank

Soweit von meiner Seite zum Jahresrückblick, bleibt mir nur noch, für Dank und Motivation zu sorgen. Bedanken möchte ich mich beim Ausschuss für die Sitzungen und die Arbeit die hier geleistet wird, und natürlich bei allen Mitgliedern, die 2012 zur Stange gehalten haben und somit für den Erfolg mancher Veranstaltung gearbeitet haben. Ich hab vorhin u.A. die rege Teilnahme am Kolpinghausausflug erwähnt. Solch eine Veranstaltung, aber auch der Vereinsausflug, werden u.A. aus Geldern von den Veranstaltungen finanziert bzw. sehr hoch bezuschusst. Ich freu mich, auf diese Weise etwas an die Mitglieder zurückgeben zu können, genauso freuen wir uns aber auch, wenn wir bei unseren Veranstaltungen die nötige manpower von Euch bekommen. 

Ein Dank der von hier aus nur indirekt ankommt, aber auf den ich nicht verzichten möchte, geht an den TSV Böbingen und die Werkkapelle Heubach für die Unterstützung beim Mad-Cross. Dank auch an die SKB für die zur Verfügungstellung des unerlässlichen Essensstandes.

Ich hoffe, dass uns 2013 die Hände nicht ausgehen und wir unser Programm, insbesondere das Motorradtreffen und das MC, ohne Reibungsverluste über die Bühne bringen.

 

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